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Arbeitslosigkeit

Arbeitslos – was bedeutet das für Ihre Rente?

Foto: Ein Mann telefoniertGenerell bedeutet Arbeitslosigkeit immer einen finanziellen Einschnitt. Damit Arbeitslosigkeit Ihre Rente nicht zu stark einschränkt, sieht das Sozialversicherungssystem entsprechende Regelungen vor. Dennoch sollten Sie alles dafür tun, schnellstmöglich wieder beruflich Fuß zu fassen. Was Arbeitslosigkeit für die Rente konkret bedeutet, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Regelungen bei Bezug von Arbeitslosengeld

Beziehen Sie Arbeitslosengeld – nicht zu verwechseln mit dem Arbeitslosengeld II, dessen Regelungen im nächsten Absatz beschrieben sind – so werden für Sie als Versicherter Beiträge zur Rentenversicherung von der Agentur für Arbeit weitergezahlt. Aufgrund der geringeren Beträge fällt auch der Beitrag zur Rentenversicherung geringer aus. Einen Anspruch aus dem Arbeitslosengeld haben Sie erst, wenn bestimmte Vorversicherungszeiten vorliegen. Die Agentur für Arbeit gibt Ihnen dazu Auskunft.

Regelungen bei Arbeitslosengeld II

Das Arbeitslosengeld II wurde 2005 eingeführt. Seit dem 1. Januar 2011 werden bei einem Bezug von Arbeitslosengeld II keine Rentenversicherungsbeiträge mehr von der Agentur für Arbeit gezahlt. Diese Leistung begründet daher keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung mehr. Wer seit 2011 Arbeitslosengeld II bezieht, erhält hierfür gegebenenfalls eine „Anrechnungszeit ohne Bewertung“, ansonsten entsteht hier eine Lücke. Die Rentenversicherung erläutert Ihnen das gerne.

Sofern Sie Zeiten der Arbeitslosigkeit haben, die weder als Beitrags- noch Anrechnungszeit gelten, kann es deshalb sinnvoll sein, die dadurch entstandene Lücke mit freiwilligen Beiträgen an die Rentenversicherung zu füllen. Unter Umständen können Sie so Ihren Anspruch auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aufrechterhalten.

Riester-Vorteil bei Arbeitslosigkeit

Wer Arbeitslosengeld II bezieht, muss über seine Vermögensverhältnisse Auskunft geben. Auf dieser Grundlage wird überprüft, welche Ihrer Reserven oder Rücklagen für Ihren Lebensunterhalt verwendet werden können. Das betrifft – mit bestimmten Freibeträgen – auch Ihre zusätzlichen Vorsorgeverträge wie zum Beispiel Lebensversicherungen. Sie können allerdings Ihre bestehenden Verträge noch vor dem Antrag auf Arbeitslosengeld II riesterfähig machen. Dann zählen diese nicht unbedingt als Vermögen und bleiben in der Regel unangetastet.

Ihre Beiträge zu geförderten „Riester-Verträgen“ müssen Sie selbst von Ihrem verfügbaren Einkommen zahlen. Fehlen Ihnen hierzu die Mittel, sollten Sie den Vertrag ruhen lassen.

Rehabilitation auch für Arbeitslose

Foto: Mann mit Gymnastikball
Auf eine medizinische Rehabilitation haben Sie Anspruch, wenn Ihre Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist und durch die Rehabilitation wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann. Dazu müssen Sie in den vergangenen zwei Jahren mindestens sechs Kalendermonate lang für eine versicherte Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit Pflichtbeiträge geleistet haben.

Eine berufliche Rehabilitation, „Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben“ genannt, kommt eventuell dann für Sie in Frage, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Ziel ist hier, Ihre Teilnahme am Arbeitsleben zu erhalten oder wiederherzustellen. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben können zum Beispiel folgende Maßnahmen sein:

  • Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes
  • Berufliche Anpassung, Ausbildung und Weiterbildung
  • Gründungszuschuss bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit
  • Leistungen an Arbeitgeber zur Unterstützung der Beschäftigungsbereitschaft
  • Leistungen in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen

Ein Übergangsgeld vom Rentenversicherungsträger sorgt bei Bedarf während der Rehabilitationsleistung für Ihre finanzielle Sicherheit. Dieses Übergangsgeld zählt als Beitragszeit auch bei Ihrer späteren Rentenberechnung mit.

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