Deutsche Rentenversicherung

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Reha-Nachsorge und Reha-Sport/Funktionstraining

Fragen und Antworten zum Thema "Corona und Reha"

An dieser Stelle haben wir für Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema "Corona und Reha" zusammengefasst.

Welche Regelungen gelten für die Reha-Nachsorge (IRENA, T-RENA, PsyRENA, Tele-Nachsorge) sowie Reha-Sport und Funktionstraining?

Jede Teilnahme ist freiwillig. Nicht wahrgenommene Termine bzw. der Abbruch der Nachsorgeleistung haben keine Auswirkungen auf spätere Reha- oder Rentenverfahren.

Es wird dringend empfohlen, die Gruppenangebote zunächst auszusetzen. In Einzelfällen ist bei T-RENA und Psy-RENA eine Umwidmung von Gruppen- in Einzeltherapie möglich. Dies liegt in der Eigenverantwortung der Anbieter: Diese müssen prüfen, ob sie ein Einzel-Angebot ermöglichen können. Bei angefangenen Gruppenleistungen können die übrigen Termine "halbiert" und als Einzelleistungen abgerechnet werden.

Bei Psy-RENA entfällt jedoch bei einem Wechsel von Gruppe auf Einzelleistung das Abschlussgespräch. Noch nicht begonnene Gruppenleistungen können konzept-entsprechend als Einzelleistung durchgeführt werden.

Bei T-RENA gibt es auch im Ausnahmefall kein zusätzliches Einweisungstraining.

Damit derzeit nicht mögliche Leistungen ggf. zeitnah nachgeholt werden können, werden die Fristen für Beginn, Abschluss und Unterbrechung für die kommenden Monate aufgehoben. Aktuell wird von einer bis zu 3-monatigen Fristverlängerung der jeweils geregelten Fristen ausgegangen.

Zugelassene Tele-Nachsorge kann selbstverständlich weitergeführt werden.

Ausfallhonorare können mangels Rechtsgrundlage durch die Rentenversicherung nicht gezahlt werden.

Aktuelle Informationen zum Umgang mit Nachsorgeempfehlungen auf www.nachderreha.de.

Ab sofort können zunächst bis 30.09.2020 Rehabilitationssport und Funktionstraining im Freien und in geschlossenen Räumen unter Beachtung von Distanz- und Hygieneregeln wieder stattfinden. Die Leistungserbringer müssen dafür sorgen, dass die entsprechenden Empfehlungen eingehalten werden. Für den Rehabilitationssport und das Funktionstraining im Freien wird hinsichtlich der Distanz- und Hygieneregeln auf die Vorgaben im Beschluss der Sportministerkonferenz (SMK) vom 28.04.2020 verwiesen. Hinsichtlich des Rehabilitationssports und Funktionstrainings in geschlossenen Räumen sind grundsätzlich die Empfehlungen des Deutschen Behindertensportverbandes e. V. (DBS) vom 30.04.2020 bzw. der Deutschen Rheumaliga (DRL) vom 18.05.2020 zu beachten. Grundsätzlich zu berücksichtigen sind darüber hinaus die Vorgaben der Leistungserbringerverbände sowie die spezifischen Regelungen des jeweiligen Bundeslandes.

Daneben ist weiterhin bis 30.09.2020 eine telematische Durchführung von Rehabilitationssport und Funktionstraining möglich. Voraussetzung für eine Online-Durchführung ist, dass sowohl Leistungserbringer als auch Teilnehmer diese Durchführungsform nutzen können und wollen. Die Aufklärungspflicht liegt bei den Leistungserbringern. Die telematische Form der Durchführung ist für Herzgruppen sowie sturzgefährdete Teilnehmer nicht möglich.

Welche Besonderheiten gilt es im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen zu beachten? Kann das Nahtlosverfahren beibehalten werden?

In vielen Regionen wurden im Zuge der Corona-Pandemie Allgemeinverfügungen erlassen, die es Rehabilitationseinrichtungen bis auf weiteres untersagen, neue Rehabilitanden aufzunehmen und Rehabilitanden, die bereits vor Ort sind, zum Verlassen der Einrichtungen aufzufordern. Ausgenommen von diesem Verbot der Leistungserbringung sind in der Regel AHB-Leistungen  und Reha-Leistungen für Abhängigkeitskranke (sog. Nahtlosverfahren).

Dies gilt auch für weitere Leistungen der medizinischen Rehabilitation im (unmittelbaren) Anschluss an eine Entgiftung sowie Adaptionen im direkten Anschluss an eine stationäre Rehabilitation Abhängigkeitskranker, wenn die Verlegung medizinisch oder existenziell (Wohnungslosigkeit) zwingend erforderlich ist.

Für die Fortführung von Leistungen der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker wird empfohlen, diese Leistungen telefonisch im Rahmen von therapeutischen Einzelgesprächen zu erbringen. Es gilt der Kostensatz der ambulanten Rehabilitation Abhängigkeitskranker.

Kann aufgrund der aktuellen Lage die ganztägig ambulante Rehabilitation Abhängigkeitskranker nicht (mehr) in der Rehabilitationseinrichtung durchgeführt werden, so wird (zur Sicherung des Rehabilitationserfolges) empfohlen, die Leistungen in angepasster Form, zum Beispiel über regelmäßige telefonische Kontakte, fortzuführen. Die vereinbarten Vergütungssätze und das Übergangsgeld für den bewilligten Zeitraum werden unverändert weitergezahlt, wenn eine Überbrückung unter den vorgenannten Voraussetzungen erfolgt.

Zur Sicherung des Rehabilitationserfolgs wird zudem empfohlen, eine beantragte Suchtnachsorge telefonisch im Rahmen von Einzelgesprächen aufzunehmen bzw. fortzuführen. Hier gilt der Kostensatz der Suchtnachsorge.

Auch die Nutzung digitaler Kontaktmöglichkeiten ist grundsätzlich bei den vorgenannten Leistungsformen sowie bei der Suchtnachsorge möglich, wenn die datenschutzrechtlichen Bestimmungen erfüllt werden. Bei dieser Form von Kontakt wäre auch weiterhin eine Leistungserbringung in Gruppenform möglich.