Deutsche Rentenversicherung

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Mehr pflegende Angehörige rentenversichert

Datum: 06.02.2020

Die Zahl der in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Pflegepersonen lag Ende 2018 bei rund 673.000. Ende 2016 hatte sie noch bei rund 302.000 gelegen. Seit in Kraft treten der Reform der Pflegeversicherung Anfang 2017 entspricht dies einen Anstieg von mehr als 120 Prozent. Entsprechend sind auch die Einnahmen der Rentenversicherung durch die Beitragszahlungen der Pflegeversicherung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Lagen die Beitragseinnahmen für Pflegepersonen im Jahr 2016 noch bei rund einer Milliarde Euro, so betrugen diese 2018 rund 2,2 Milliarden Euro. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin.

Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Anfang 2017 in Kraft getretene Reform die Alterssicherung der pflegenden Menschen tatsächlich verbessert. „Es fließen nun für erheblich mehr Pflegende Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung und verbessern damit deren Absicherung“, so ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Von der Pflegekasse werden derzeit Rentenversicherungsbeiträge von bis zu 592 Euro im Monat für den Pflegenden gezahlt. Die Höhe der Beiträge ist abhängig vom Grad der Pflegebedürftigkeit und davon, welche Leistungen vom Pflegebedürftigen bezogen werden. Nach einem Jahr Pflege erhöht sich dadurch die monatliche Rente um bis zu 31 Euro.

Durch die Reform der Pflegeversicherung wurden 2017 aus den drei Pflegestufen fünf Pflegegrade. Damit für die Pflege Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden, muss diese insgesamt mindestens zehn Stunden, verteilt auf wenigstens zwei Tage pro Woche, ausgeübt werden. Auch muss die Pflege in häuslicher Umgebung erfolgen und die Pflegeperson darf neben der Pflege nicht mehr als 30 Stunden berufstätig sein. Die Voraussetzungen für die Beitragszahlung zur Rentenversicherung prüft die Pflegekasse.

Der weit überwiegende Teil der Pflegepersonen sind weiblich. So waren Ende 2018 rund 88 Prozent der Pflegepersonen Frauen und lediglich rund 12 Prozent Männer.