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Arbeitslosigkeit

Auswirkung auf die Rente

Bekommen Sie Arbeitslosengeld, zahlt die Agentur für Arbeit automatisch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Dies gilt jedoch nur, wenn Sie im letzten Jahr vor dem Leistungsbeginn – vielleicht auch nur kurze Zeit – rentenversicherungspflichtig waren. Sie benötigen also eine so genannte Vorversicherung.

Haben Sie die Vorversicherungszeit nicht erfüllt, können Sie die Pflichtversicherung beantragen. Die Agentur für Arbeit trägt die Beiträge auch dann in voller Höhe.

Beiträge, die aus dem Arbeitslosengeld resultieren, erhöhen grundsätzlich Ihre künftige Rente, allerdings nicht in dem Maße wie eine vor dem Leistungsbezug ausgeübte versicherte Beschäftigung. Haben Sie hingegen keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, werden auch keine Beiträge für Sie gezahlt. Solche Zeiten sind dann gegebenenfalls Anrechnungszeiten ohne Bewertung, die aber dennoch die Rentenhöhe indirekt beeinflussen können.

Arbeitslosengeld

Erhalten Sie Arbeitslosengeld, werden Sie rentenrechtlich so gestellt, als hätten Sie mit 80 Prozent Ihres vorherigen monatlichen Bruttoarbeitsverdienstes weitergearbeitet. Die „Rentenminderung“ beträgt in diesen Fällen also 20 Prozent gegenüber dem vorherigen Bruttoarbeitsentgelt aus einer versicherten Beschäftigung.

Arbeitslosengeld II

Seit dem 1. Januar 2011 zahlt die Agentur für Arbeit bei einem Bezug von Arbeitslosengeld II keine Beiträge mehr. Wer nach dem 31. Dezember 2010 Arbeitslosengeld II bezieht, erhält hierfür jedoch gegebenenfalls eine Anrechnungszeit ohne Bewertung. Auch diese kann die Rentenhöhe indirekt beeinflussen.

Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit

Unterschieden wird zwischen Anrechnungszeiten, die für Ihre Rente bewertet werden und Zeiten ohne Bewertung. Auch ohne Bewertung -zum Beispiel für Arbeitslosigkeitszeiten- ohne Leistungsbezug können diese Zeiten Ihrem Rentenversicherungskonto gutgeschrieben werden.

Die Berücksichtigung einer Anrechnungszeit wegen Arbeitslosigkeit setzt voraus, dass Sie

  • eine versicherte Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit unterbrochen haben und
  • bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet sind.

Zeiten der Arbeitslosigkeit zwischen vollendetem 17. und 25. Lebensjahr können auch ohne Unterbrechung als Anrechnungszeiten berücksichtigt werden.

Für Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld II werden weder die Unterbrechung einer versicherten Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit noch die Arbeitslosigkeit als Voraussetzungen gefordert.

So wirken sich Anrechnungszeiten positiv auf Ihre Rente aus:

  • Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit oder wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld II haben einen indirekten Einfluss auf die Rentenberechnung, wenn Sie weitere beitragsfreie Zeiten zurückgelegt haben, die eigenständig bewertet werden; zum Beispiel Mutterschutz, Fachschulausbildung, Arbeitsunfähigkeit.
  • Alle Anrechnungszeiten zählen bei der 35-jährigen Wartezeit für die Altersrente für langjährig Versicherte und die Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit.
  • Erfüllen Sie die Wartezeit von 35 Jahren, wird geprüft, ob eine Höherbewertung niedriger Arbeitsverdienste für Ihre Rente in Betracht kommt. Dies trifft zu, wenn sowohl im Durchschnitt des gesamten Versicherungslebens als auch bis zum 31. Dezember 1991 weniger als 75 Prozent eines Durchschnittsentgelts mit vollwertigen Pflichtbeiträgen liegen. Dann werden die niedrigen Beiträge bis zum 31. Dezember 1991 um 50 Prozent angehoben, höchstens jedoch auf 75 Prozent des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten.

Schließlich erhalten Sie mit diesen Zeiten unter Umständen auch den Anspruch auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aufrecht.

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